Zehntausende Impfschäden bei Minderjährigen in Deutschland

Seit der Zulassung von COVID-19-Impfstoffen für Minderjährige sind zahlreiche Fälle von nach der Impfung aufgetretenen Nebenwirkungen registriert worden. Das geht aus einer amtlichen Statistik der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hervor, die der Nachrichtenagentur RIA Novosti vorliegt.

BERLIN – RIA Novosti. Demnach sind allein bei den 12- bis 17-Jährigen mehrere Zehntausende "Verdachtsfälle" erfasst worden. Laut der Datenerhebung liegt die Zahl bei bisher 27.540 Fällen beim Vakzin des Herstellers Biontech/Pfizer. Doch auch für die Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca liegen entsprechende Daten vor.

Besonders viele Nebenwirkungen bei Biontech

Bei der Auswertung der Statistik fällt auf, dass sich besonders viele Impfnebenwirkungen infolge einer "Immunisierung" mit dem Impfstoff des Mainzer Pharmakonzerns Biontech sowie des US-Giganten Pfizer entwickeln. Demnach wurden mindestens 783.566 Fälle bei den 18- bis 64-Jährigen erfasst, wonach der Verdacht einer Nebenwirkung nach der Impfung besteht. In der Altersgruppe 65-85 sind es mindestens 131.025 Fälle, in denen Folgeschäden nach der Corona-Impfung aufgetreten waren. Bei den Jugendlichen wird es ebenfalls interessant – hierzu wollte sich das in Deutschland für mögliche "Impfkomplikationen" zuständige Paul-Ehrlich-Institut bisher nicht öffentlich äußern oder erfasste Daten herausgeben. Die Statistik der Europäischen Arzneimittelbehörde zeigt deutlich, dass es sich bei Nebenwirkungen nach der Impfung von Jugendlichen und Kindern längst nicht um Einzelfälle handelt. Demnach sind bei den 12- bis 17-Jährigen nach derzeitigem Stand mindestens 27.540 "unerwünschte Folgeschäden" aufgetreten. Bei den Jüngeren im Alter von drei bis elf Jahren wurden insgesamt 4.089 Fälle von Impfnebenwirkungen erfasst – bei den ganz Kleinen (2 Monate bis 2 Jahre) sind nach der Impfung mindestens 628 Schäden infolge der Corona-Impfung aufgetreten. Gleiches gilt auch für die Altersgruppe der Babies (0-2 Monate), in welcher laut der Erhebung der EMA mindestens 336 Folgeschäden der Impfung zu verzeichnen sind. Die hohe Zahl an gemeldeten Impfnebenwirkungen in der mittleren Altersgruppe dürfte damit zusammenhängen, dass der Impfstoff von Biontech/Pfizer überwiegend in Deutschland verabreicht wurde und zeitweise der einzig zugelassene Wirkstoff für Kinder und Jugendliche war. Der Hersteller kommt mit seinem Vakzin auf mindestens 1.027.141 erfasste Impfkomplikationen.

Moderna: Nebenwirkungen vornehmlich im mittleren Alter

Der Impfstoff des Herstellers Moderna hat ebenfalls einige Schäden nach der Impfung zur Folge. Das geht aus der amtlichen Statistik der Europäischen Arzneimittelbehörde hervor. Demnach sind bei mindestens 241.465 Menschen in der mittleren Altersgruppe (18 bis 64 Jahre) Nebenwirkungen nach der Impfung gegen das Coronavirus aufgetreten. Es folgen die 65- bis 85-Jährigen, bei denen insgesamt 46.226 Folgeschäden nach der Impfung gemeldet wurden. Bei den Minderjährigen wurden zwar deutlich weniger Fälle erfasst, wonach der Verdacht einer Impfnebenwirkung besteht, als beim deutschen Hersteller Biontech – dennoch sind es hohe Zahlen. Demnach wurden nach aktuellem Stand mindestens 1.869 Fälle von Impfkomplikationen von den zuständigen Behörden erfasst. Das sind immerhin weniger als die Hälfte der gemeldeten Nebenwirkungen beim Impfstoff von Biontech und Pfizer. Bei den drei bis elf Jahre alten Kindern wurden demzufolge 63 Folgeschäden nach der Impfung festgestellt – bei den Kleinkindern (2 Monate bis 2 Jahre) 136. Bei den Babies (0-1 Monat) sind es nach Angaben der EMA mindestens 97 Fälle.

AstraZeneca verzeichnet besonders viele Fälle in mittlerem Alter

Ebenfalls in die Erhebungen der Europäischen Arzneimittelbehörde einbezogen ist der Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca, der besonders viele Fälle von Impfschäden in der mittleren Altersgruppe (18 bis 64 Jahre) aufweist. Demnach liegt dort die Zahl der gemeldeten Nebenwirkungen nach einer Impfung bei mindestens 390.648. Bei den 65- bis 85-Jährigen wurden demnach mindestens 73.723 Impfkomplikationen festgestellt. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen wurden der Statistik zufolge 301 Fälle von Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung erfasst – bei den drei bis elf Jahre alten Kinder sind es mindestens 285. Bei den Kleinkindern liegt die Zahl demnach bei insgesamt 343 Fällen. Bei mindestens 302 Babies (0-1 Monat) sind ebenfalls "unerwünschte Impfreaktionen" aufgetreten. Insgesamt verzeichnet das Vakzin von AstraZeneca mindestens 501.723 Folgeschäden nach der Impfung.

Paul-Ehrlich-Institut möchte keine Stellung beziehen

Die zuständige Bundesbehörde für mögliche Fälle von Folgeschäden nach einer Impfung ist in Deutschland das in Frankfurt am Main ansässige Paul-Ehrlich-Institut. Dieses hält sich bislang äußerst bedeckt im Umgang mit Impfnebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen. Auch auf Nachfrage möchte das dem Bundesgesundheitsministerium unterstehende Institut nicht auf die Erhebungen eingehen und sich zu den zahlreichen gemeldeten Fällen von möglichen Folgeschäden nach einer Corona-Impfung äußern. Stattdessen heißt es von der Pressestelle auf Nachfrage der Nachrichtenagentur RUPTLY: "Impfschäden werden von den Versorgungsämtern der Bundesländer bewertet und entschädigt."

ria.ru, ruptly

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